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8. Juli 2017

100 Fotos aus der DDR
Christian Borcherts berührende Bilder aus einer vergangenen Welt

Eine Rezension in der „Jungen Welt“ von Matthias Reichelt.

Ausgabe vom 08.07.2017


29. Juni 2017

Terry Pitts betreibt einen Blog, der sich W.G. Sebald widmet und dem Thema “Literatur & Fotografie” besonderen Augenmerk zukommen lässt. Das ex pose Buch »Der aufrichtige Kapitalismus des Metallgorilla« von Michael Arenz & Hansgert Lambers wurde mit einer lobenden Bemerkung dort aufgenommen:

Photo-Embedded Fiction & Poetry

Terry Pitts war u.a. von 1989–2000 Director, Center for Creative Photography, University of Arizona, Tucson.


14. Juni 2017

Rezension zu Christian Borcherts „Schattentanz“, erschienen in PhotoKlassik, Heft III.2017


8. Juni 2017

KUNSTUNDKULTUR, die kulturpolitische Zeitschrift der Gerwerkschaft ver.di, veröffentlichte

im Heft 2/17 zu Christian Borcherts „Schattentanz“


27. April 2017

Thomas Wiegand schreibt im Kasseler Fotobuchblog über „Schattentanz“.


1. April 2017

Das April Heft der PHOTONEWS enthält eine Rezension von Christian Borcherts „Schattentanz“.


PHOTO International Nr. 3/2017 – eine Rezension von Hans-Michael Koetzle.


14. März 2017

68 Porträts, die ich in der von Richard Pietraß geführten Veranstaltungsreihe Dichterleben (1998 – 2016) von Autorinnen und Autoren angefertigt habe, hängen noch bis Anfang April im Literaturforum im
Brecht-Haus in der Berliner Chausseestrasse 125.

Sie sind dort vor den Veranstaltungen – in der Regel Dienstag bis Donnerstag von 19.00 bis 20.00 Uhr – zu sehen.


16. Februar 2017

1979 lernte ich den Fotografen Christian Borchert (1942–2000) kennen. Er war durch seine Künstlerporträts
bereits renommiert, und seine monumentale Dokumentation des Wiederaufbaus der Dresdner Semperoper
hatte begonnen (1977–1985). 1986 konnte ich das Buch Christian Borchert Berliner in meinem Westberliner
expose verlag veröffentlichen, das vor allem Strassenfotografie in der Tradition des “human interest” enthielt.
Wir freundeten uns mehr und mehr an und tauschten uns über alle möglichen Aspekte der Fotografie und des
Lebens aus. Christian hatte diesen feinen sächsischen Charme, war aufmerksam und neugierig, neigte aber auch
zu depressiver Sicht auf sein Leben, oft gebeutelt von seiner Suche nach familiärer Nähe. Eine eher komplizierte
Beziehung zu einer geliebten Frau führte nicht zur Ehe. Er musste erkennen, dass er als Künstler Einzelgänger
war.
Unter seinen Werkkomplexen nahm die Sammlung über das Leben in der DDR einen beträchtlichen Raum ein.
Bereits 1981 nannte er mir auf einem Postkartengruss sein Ziel: “100 Fotografien der DDR”. Die
Schwierigkeiten, nach der Wende künstlerisch und professionell seinen Platz zu finden – sprich: den
Lebensunterhalt mit der Fotografie bestreiten zu können –, verhinderten die Verwirklichung dieses Zieles. Sein
plötzlicher Tod im Jahr 2000 setzte eine weitere Zäsur.
Zum Glück (und ein wenig auch durch meine Nachhilfe) konnte sein Nachlass gesichert werden. Die Deutsche
Fotothek in Dresden übernahm alle Negative, Werkprints und sein Schrifttum. Die Ausstellungsbilder gingen
teils an die Berlinische Galerie und teils an das Kupferstichkabinett in Dresden. Aus diesem Nachlass heraus
erschien 2014 im Leipziger Lehmstedt-Verlag die wichtige Publikation “Familienbilder”.
Ich aber erinnerte mich immer wieder an seine Bemerkung anlässlich einer seiner Fotoausflüge: “Meine lieben
DDR-Bürger waren alle da!” Warmherzig, dabei unsentimental hatte er seine Landsleute im Osten
Deutschlands in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts abgelichtet. Sein Augenmerk galt dem Alltäglichen,
Unspektakulären. Ein feiner Humor durchzieht seine Bilder. Die Porträts sind durch Respekt vor den
Dargestellten charakterisiert. Kinder und Alte, Einzelgänger, Paare und Gruppen beachtete er, besonders auch
Frauen und deren gewandeltes Bild in der Öffentlichkeit. Borchert war ein diskreter Chronist seiner Zeit.
Schattentanz soll dazu beitragen, dass Christian Borchert als herausragender Fotograf aus ostdeutschen
Ländern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlicher wahrgenommen wird.
Ich möchte mit diesem Buch meinem früh verstorbenen Freund – Christian wäre in diesem Jahr 75 Jahre alt
geworden – ein kleines Denkmal setzen.

Hansgert Lambers

im Februar 2017